
| Die Prägung |
![]() Messingstempel oder Prägeätzung |
Die
Prägung ist die traditionsreichste Art einen Kalendereinband
mit einer Firmenwerbung zu versehen. Benötigt wird dazu eine
Prägepresse, ein Prägestempel und ggf. eine Prägefolie.
Messingprägestempel
setzt man bei mehr als 5000 Prägungen und bei komplizierten Motiven
ein. Aus einer Messingplatte werden die nichtprägenden Teile
ausgefräst, die prägenden Teile bleiben stehen. Auf diese
Art lassen sich feine und feinste Linien als Prägung darstellen.
Messingprägestempel sind erheblich teurer als Prägeätzungen,
bieten häufig aber auch ein besseres Prägeergebnis. |
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![]() Aufbau einer Prägefolie: 1 Trägerfolie (transparent) 2 Farbschicht (bzw. Metallfolie) 3 Klebeschicht/Heissleim ![]() Links: Steiler Fuß eines Messingstempels Rechts: Schräger Fuß einer Prägeätzung (rot=Pägefläche) |
Die
Prägefolie wird eingesetzt, wenn die Prägung nicht als Blindprägung
gewünscht wird, sondern in Gold-, Silber- oder einer bestimmten
Farbe. Das Prinzip besteht darin, dass auf einer transparenten Trägerfolie
eine Farbschicht aufgebracht wird und darauf eine Schicht aus Klebstoff,
der sich bei Hitze verflüssigt. Das Ergebnis ist eine hauchdünne
Prägefolie, die zwischen Prägestempel und Material liegt (mit
der Klebeschicht zum Material). Der heiße Prägestempel drückt
die Folie in das Material, der Klebstoff verflüssigt sich kurz
und haftet dann fest am Material. Die nichtdruckenden Teile bleiben
auf der Folie zurück. Auf diese Art und Weise lassen sich erstaunlich
filigrane Ergebnisse erzielen. Problematisch sind einige weiche, sehr
lederähnliche Materialien. Die Hitze des Prägestempels muss
dann sehr genau eingestellt werden, damit der Klebstoff der Prägefolie
verflüssigt wird, nicht aber die Oberfläche des zu prägenden
Einbandes. Schon geringste Schwankungen bei den angelieferten Einbandmaterialien
können dazu führen, dass Prägungen nicht so exakt ausgeführt
werden können, wie dies eigentlich erwünscht ist. Ein Problem entsteht beispielsweise, wenn das Material beim Prägevorgang unflexibel reagiert: Es weicht dem Prägestempel nicht aus, sondern schmiegt sich seitlich an die hochstehenden Teile an. Die Farbschicht der Prägefolie bleibt dann nicht nur auf dem Boden des Abdruckes haften, sondern auch an den Seiten. Das ist häufig der Grund für eine etwas unsauber wirkende Prägung. Diese Schwierigkeit tritt eher bei Verwendung einer Prägeätzung auf, da die Seitenteile einer Ätzung in einem flacheren Winkel ansteigen als bei einem Messingprägestempel. |
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![]() Prägefolie nach dem Prägevorgang |
Durch
die Kombination verschiedener Farbfolien lassen sich mehrfarbige Prägungen
mit besondes interessanten Wirkungen erzielen. Da sich aus technischen
Gründen Passerschwierigkeiten ergeben könnten, sollten die
Möglichkeiten im Einzelfall geklärt werden. |
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![]() Gegossene Linotype-Einzelnamen |
Erwähnung
finden soll in diesem Zusammenhang auch eine besondere Art der Personalisierung
eines Kalenders: Die Einzelnahmensprägung. Der Prägevorgang entspricht den geschilderten Abläufen. Der Einzelname wird jedoch nicht als Prägeätzung gefertigt, sondern zumeist in speziellen Maschinen gegossen (aus einer verflüssigten Metall-Legierung, die später eingeschmolzen und wiederverwertet wird). Lediberg arbeitet mit einem zeitgemäßeren Verfahren. Unsere, speziell für die Prägung von Einzelnamen entwickelte Prägepresse, prägt die Buchstaben einzeln mit den auf einem Typenrad angebrachten Messingbuchstaben. Der Prägevorgang ist dadurch zwar relativ langsam, das Ergebnis qualitativ aber eindeutig besser als bei der Prägung mit Linotype-Einzelnamen. Besonders vorteilhaft ist, dass die vom Kunden auf einer Diskette (3,5", TXT-Format) angelieferten Daten von der Maschine direkt übernommen und verarbeitet werden können. Schreibfehler wie bei der Linotype (die Namen müssen manuell auf einer Tastatur eingegeben werden) können nicht auftreten -- und deshalb entfällt auch das zeitaufwendige Hin- und Herschicken von Korrekturabzügen. |